Die Aussagefreiheit des Beschuldigten (vgl. §§ 136 Abs.1 S.2, 243 Abs. 4 S.1 StPO) sowie das Auskunftsverweigerungsrecht von  Zeugen (§ 55 Abs.1 StPO) ist ein zentraler Punkt im Rahmen einer Strafverteidigung. In diesem Sinne sind Sie gut beraten, wenn Sie sich bei  einer Hausdurchsuchung, einer Festnahme oder der Anordnung von Untersuchungshaft zum Tatvorwurf nicht äußern.

Gegenüber der Polizei sind Sie nur verpflichtet Angaben über Name, Geburtsdatum, Familienstand, Beruf, Wohnort und Staatsangehörigkeit (vgl. § 111 Abs. 1 OWiG) zu machen. Zu allem anderen dürfen und sollten Sie auch schweigen. 

Sie haben außerdem das Recht einen Strafverteidiger zu kontaktieren. Dies ergibt sich aus § 114 b Abs. 2 Nr. 4 StPO, wonach der Beschuldigte zwingend darauf hinzuweisen ist, dass er jederzeit - auch schon vor seiner Vernehmung -  einen von ihm zu wählenden Verteidiger befragen kann. Für diese Fälle haben wir eine Notrufnummer eingerichtet (0163 / 7897987) unter der Sie uns  in dringenden Fällen Rund um die Uhr erreichen können.